24.07.2019
Kategorie: Aktuell, Bezirk Ufr, 2019

Bericht - Interview mit Jonas Woehrl

Das Interview führte Ingrid Ganzer, Beirätin Bezirk Unterfranken


Interview mit Jonas Woehrl (16), neuer Jugendsitzungspräsident bei der Narrennachwuchssitzung Bezirk Unterfranken

 

 

Ingrid:   Jonas, Du bist jetzt im ersten Jahr Jugendsitzungspräsident für die Narrennachwuchssitzung. Du hast aber auch in dem Bereich schon ein bisschen Erfahrung gesammelt, weil Du das auch schon in Oberdürrbach gemacht hast. Da hast Du ja auch schon einmal moderiert.

 

Jonas:    Ich habe angefangen mit dem Knorrekopf. Das habe ich fünf Jahre lang gemacht. Und da habe ich auch immer eine kleine Jugendsitzung geleitet. Und da habe ich kennengelernt, was es heißt, Sitzungspräsident zu sein. Das ist aber jetzt etwas ganz anderes, weil da auch viel mehr Leute sind. Ein bisschen aufgeregt war ich schon, weil ich ja nicht wusste, ob alles glatt abläuft und ob es funktioniert. Am Ende war es dann relativ gut. Es hat eigentlich alles gut geklappt und am Ende war ich dann doch sehr erleichtert, dass es zu Ende war und dass alles gut gelaufen ist und es keine großen Komplikationen gab.

 

Ingrid:   Das heißt, so, wie ich es mitbekommen habe, warst Du auch pünktlich in der Zeit?

 

Jonas:    Ja, ich war wirklich pünktlich in der Zeit. Ich habe genau den Zeitplan eingehalten. Teilweise war ich sogar zu schnell und musste dann Schunkler oder Musik einfach zwischendrin, um die Zeit zu überbrücken, damit die Akteure dann nicht zu früh auf die Bühne mussten, weil sie sonst ja nicht fertig gewesen wären.

 

Ingrid:   Es ist ja auch gerade wichtig, wenn Solisten auftreten oder Garden, dass sie dann entsprechend auch aufgewärmt sind. Aber das hast Du ganz gut gemeistert. Wie hast Du Dich auf das Amt vorbereitet?

 

Jonas:    Ich habe mich mit unserem ehemaligen Sitzungspräsidenten Ludwig Meckelein von der Knorrhalla getroffen. Wir haben die Rede zusammengeschrieben. Wir haben zu jedem Auftritt einen Vierzeiler gedichtet, damit es für jeden ein guter Reim ist. Ich habe mir die Tipps von Ludwig geholt, da er relativ viel Erfahrung in 25 Jahren als Sitzungspräsident hat. Ich habe dann alles in den Computer getippt und dann auf Karteikarten gedruckt, damit es gut zu lesen war.

 

Ingrid:   Hast Du die Ansagen auswändig gelernt?

 

Jonas:    Ich habe es mir gut durchgelesen. Bei 34 Akteuren ist es sehr viel. Die Hälfte konnte ich auswändig. Wenn ich den Satzanfang sah, dann wusste ich, was kommt und konnte zum Großteil freisprechen.

 

Ingrid:   Das hast Du sehr gut gemacht. Durftest Du Deinen Elferrat mit aussuchen?

 

Jonas:    Der Elferrat wurde mir vorgegeben. In Zukunft wünsche ich mir, die Elferräte vorher kennenzulernen, damit man weiß, mit wem man auf der Bühne ist. In diesem Jahr hatten wir einen Frauenelferrat. Ich fände es schön, wenn die eine Hälfte Mädchen und die andere Hälfte Jungs wären. Vielleicht ein bisschen älter, denn als Elferrat muss man immer gut mitmachen und gute Laune haben und lachen. Das ist immer schwer für junge Mädchen und Jungs. Die kennen das noch nicht so gut.

 

Ingrid:   Es war jetzt leider Gottes kein Mädchen in Deinem Alter dabei. Dann wäre es vielleicht noch „interessanter“ gewesen.

 

Jonas:    Nein - vielleicht ja.

 

Ingrid:   Was hast Du sonst noch für Hobbys - außer dem Fasching?

 

Jonas:    Ich fahre gerne Fahrrad und hab auch schon einen Alpen-Cross im letzten  Sommer hinter mir. Wir sind sieben Tage lang mit meinem Bruder und meinem Vater über die Alpen gefahren. Ein richtig cooles Erlebnis. Im Winter fahre sich sehr, sehr gerne Ski, weil es richtig Spaß macht.

 

Ingrid:   Du hältst Dich also auch so richtig fit?

 

Jonas:    Ich spiele nebenbei auch in einem Verein Handball, treffe mich viel mit Freunden, um etwas zu unternehmen - Fußballplatz, Kino ...

 

Ingrid:   Was machst Du sonst noch im Fasching?

 

Jonas:    Ich bin noch Büttenredner. Das mache ich im dritten Jahr und werde es beibehalten. Ich mache zurzeit meinen Schulabschluss. Als Büttenredner ist es viel Arbeit, die Rede auswändig zu können. Jedes Wochenende ist man ausgebucht. Deshalb beschränke ich mich zurzeit darauf. Zuvor habe ich noch die Symbolfigur, den Knorrekopf, gemacht. Das habe ich jetzt abgegeben, weil das sonst zu viel gewesen wäre. Aber ich bin sicher, dass ich im Fasching wieder mehr mache, wenn ich meinen Abschluss habe.

 

Ingrid:   Du bist jetzt auch wieder auf dem Sprung zum Skifahren, da Deine Auftritte nun vorbei sind. Wie viel Auftritte hattest Du denn insgesamt als Jugend-Till?

 

Jonas:    10 bis 15. Ich habe sie nicht gezählt. Meist zwei oder drei pro Wochenende.

 

Ingrid:   Dann wünsche ich Dir für Deinen Abschluss ganz viel Erfolg. Und beim Skifahren viel, viel Spaß, dass Du verletzungsfrei wiederhttps://www.fastnacht-verband-franken.de/cms/kommst. Danke, Jonas für das Interview.